Auf Einladung meiner Landtagskollegin Antje Grothus hat die AG Umwelt im Rahmen der diesjährigen Umwelttour das Rheinische Revier besucht. Zuerst stand ein Besuch bei der Zukunftsagentur für das Rheinische Revier und ein Austausch mit dem Geschäftsführer Bodo Middeldorf auf dem Programm. Themenschwerpunkte waren dabei die Umweltpolitik im Rheinischen Revier, die Umsetzung der geplanten Waldvernetzung, eine Übersicht über laufende & geplante Projekte, geplante Gewerbegebiete und ein Ausblick auf Gemeinwohlorientiertes Wirtschaften.
Nachmittags haben wir dann an einer öffentlichen Wanderung des BUND NRW durch den Hambacher Wald teilgenommen. Rund 50 Interessierte haben sich auf den Weg gemacht, um den Wald zu erkunden. Vor wenigen Wochen wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Der Wald soll in öffentliches Eigentum übergehen und dabei dauerhaften Schutz als Wildnisentwicklungsgebiet erfahren. Neue Waldkorridore sollen zur Vernetzung mit der Steinheide und dem Merzenicher Erbwald angelegt werden.
Adalbert Niemeyer-Lüllwitz erinnerte an die Rodungen 2018 und zeigte, wie beeindruckend sich die Natur viele Flächen bereits zurückerobert hat. Dirk Jansen zeichnete den langen juristischen Weg des BUND NRW nach – von den gerichtlichen Rodungsstopps 2017 und 2018 bis heute. Holger Sticht lenkte den Blick auf die botanische Artenvielfalt des Waldes, die auch auf die stellenweise gute Vernässung hinweisen würde. Sein Fazit: „Stand heute ist die Perspektive des Hambacher Waldes sehr gut.“ Danke auch an den Merzenicher Bürgermeister Georg Gelhausen für seinen kurzen Impuls zum Thema Dialog und Protestkultur sowie seiner Haltung zur Hambi- Vereinbarung.
Die Einigung zum Hambacher Wald ist das Ergebnis jahrzehntelangen Engagements unzähliger Menschen. Bis Ende des Jahres werden die vertraglichen Eckpunkte finalisiert, um den rechtlichen Schutz und die Waldverbundkorridore abzusichern. Danke an alle, die sich seit Jahren mit so viel Beharrlichkeit für den Erhalt des Waldes einsetzen!





