Besuch bei der Bio-Schäferei Humpert  im Kreis Höxter

Einer der 14 Termine unserer Umwelttour führte die AG Umwelt der grünen Landtagsfraktion bei ihrer diesjährigen Sommertour zur Bio-Schäferei Humpert im Kreis Höxter (https://www.schäfereihumpert.com).

Die Schäferei Humpert pflegt mit bedrohten Heideschafrassen seltene Biotope und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zur Landschaftspflege. Dazu gehören dann auch eine umfassende Umweltbildung, Herdenschutz oder richtig gutes, regionales Biofleisch von Tiere, die nicht für den Rasseerhalt in Herdbuchzucht geeignet sind.

Mit der Haltung von drei bedrohten Landschafrassen und deren Beweidung werden viele artenreiche Magerrasen, Heiden und Offenlandflächen vor der Verbuschung bewahrt – und mit ihnen zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Hier wird Artenschutz jeden Tag ganz praktisch gelebt. Besonders beeindruckten Ortrun und Andreas Humpert mit ihrer Leidenschaft, mit der Naturschutz, Umweltbildung, Herdenschutz und die Erhaltung alter Nutztierrassen zusammen gedacht werden. Solche Betriebe sind unverzichtbar für den Erhalt der Artenvielfalt und sie müssen für diese gesellschaftliche Leistung angemessen honoriert werden. Wichtig ist es, auf allen Ebenen dafür zu kämpfen, dass Schafhaltung und Schäferei als gesellschaftliche Leistung so bezahlt werden, dass die Betriebe nicht weit unter dem landwirtschaftlichen Durchschnittseinkommen herumdümpeln müssen.

Auch die Rückkehr von Wolf und Luchs war ein Thema. Denn die Herausforderungen für Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter müssen ernst genommen werden. Wer mit seiner Arbeit unsere wertvollen Offenlandlebensräume erhält, darf mit den Folgen nicht allein gelassen werden. Deshalb braucht es beides: Den Schutz der heimischen Wildtiere und einen wirksamen, unbürokratisch geförderten Herdenschutz mit verlässlicher Beratung und fairer Entschädigung im Schadensfall.

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