Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest im Sauerland

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) erstmals bei Wildschweinen in NRW nachgewiesen. Für Menschen und andere Haus- oder Nutztiere besteht keine Gefahr. Für Schweine bedeutet eine Infektion großes Leid und verläuft fast immer tödlich. Die Tierseuche kann direkt von Tier zu Tier oder durch den Menschen indirekt über kontaminierte Gegenstände (Schuhe, Kleidung, Fahrzeuge etc.), Lebensmittel oder Futter übertragen werden. Für landwirtschaftliche Betriebe mit Schweinehaltung ist die ASP daher eine existenzielle Gefährdung. Der Staat hat sich daher ein strenges Tierseuchenrecht gegeben, das die Bekämpfung der ASP regelt. Das Land NRW hat bisher schon über 30 Mio. Euro zur Bekämpfung ausgegeben.

Grund genug, sich vor Ort ein Bild zu machen und die Maßnahmen in Augenschein zu nehmen. Vor Ort wird deutlich, wie komplex die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist. Die Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft (WSVG), die Veterinärämter, die Jäger*innen und viele weitere Beteiligte leisten täglich wichtige Arbeit, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Ob das alles so richtig und zielführend ist, ist aber in den kommenden Monaten einmal intensiv zu besprechen.

Der Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort ist wichtig, denn nur wenn Politik, Fachleute und Betroffene im Gespräch bleiben, können die Maßnahmen wirksam umgesetzt werden. Im Rahmen der Umwelttour der Grünen Landtagsabgeordneten – haben wir intensiv mit vielen Stakeholdern diskutiert und Probleme besprochen.

Gemeinsam für die Zukunft des …