Im Rahmen der Umwelttour der Grünen Landtagsabgeordneten haben wir und die Europaabgeordnete Terry Reinke das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) in Schmallenberg-Grafschaft besucht.
Gute Umweltpolitik braucht gute Wissenschaft. Unabhängige Forschung liefert die Daten, auf deren Grundlage wir Belastungen erkennen, Risiken bewerten und die richtigen politischen Entscheidungen treffen können. Genau das leisten Einrichtungen wie das Fraunhofer Institut in Schmallenberg.
Seit dem Jahr 2000 ist das Fraunhofer IME an der Umweltprobenbank (UPB) des Bundes beteiligt. Im Auftrag des Umweltbundesamtes werden jährlich Umweltproben gesammelt und analysieren. Im Rahmen des Programms führt das Fraunhofer IME auch retrospektive Monitoring-Untersuchungen durch, bei denen archivierte Proben auf den Gehalt an aktuell relevanten Stoffen untersucht werden. Auf diese Weise kann beispielsweise überprüft werden, ob Stoffverbote durch staatliche Stellen oder freiwillige Anwendungsbeschränkungen bestimmter Substanzen durch Hersteller zu einer Verringerung der Umweltkonzentrationen dieser Verbindungen führen. Ergebnisse dieser Untersuchungen werden in Berichten zusammengestellt und, falls vom Auftraggeber gewünscht, in Fachzeitschriften publiziert. Beispiele sind Untersuchungen zu per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) oder cyclischen volatilen Methylsiloxanen (cVMS).
Das Fraunhofer IME zeigt, wie wichtig starke Forschungseinrichtungen für den Umwelt- und Gesundheitsschutz sind. Gleichzeitig schaffen sie Innovation, qualifizierte Arbeitsplätze und stärken den ländlichen Raum. Deshalb müssen wir solche Standorte auch künftig verlässlich mit Bundes-, Landes- und europäischen Mitteln unterstützen.



