Gehör im Landtag für RE10-Betroffene

Pressemitteilung. Auf Einladung des grünen Landtagsabgeordneten Dr. Volkhard Wille fand am 29. Januar 2026 ein Gespräch mit Mitgliedern der Interessensgemeinschaft RE10 aus dem Kreis Kleve zur aktuellen Situation der Regionalbahnlinie RE10 im Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf statt. An dem Gespräch nahmen unter anderem Verkehrsminister Oliver Krischer, Vertreter des Verkehrsverbunds Rhein‑Ruhr (VRR) und der Rhein-Ruhr-Bahn (TDRR) teil. Ziel des Treffens war es, die anhaltenden Probleme des RE10 offen zu benennen und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen zu suchen.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Perspektive der Fahrgäste. Die Interessengemeinschaft RE10 schilderte eindrücklich die täglichen Herausforderungen auf der Strecke Kleve – Düsseldorf und machte deutlich, wie dringend Verbesserungen für Pendler, Schüler und Berufstätige benötigt werden. Der Landtagsabgeordnete Wille betonte, dass es ihm ein zentrales Anliegen sei, den Betroffenen Gehör auf Landesebene zu verschaffen und die bestehenden Probleme nicht länger hinzunehmen. „Der Austausch ist ein wichtiger Schritt, um alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten verbindlich zu klären, um kurzfristig Verbesserungen zu erreichen“, sagte Wille.

Einigkeit bestand darin, dass schnell konkrete Lösungen gefunden werden müssen, damit die Linie RE10 wieder zuverlässig funktioniert. „Was fehlt ist, dass die einzelnen Probleme nicht nur erfasst, sondern die Verantwortlichen adressiert und verbindliche Vereinbarungen zur Problemlösung getroffen werden“, fasst Wille die Situation zusammen. „Bis jetzt haben wir ein jahrelanges Schwarze-Peter-Spiel zwischen den Beteiligten erlebt.“ Das Gespräch soll daher nicht der letzte Austausch gewesen sein. Vielmehr sollen die angesprochenen Punkte wie Wartung der Fahrzeuge, Information der Fahrgäste und Organisation des Ersatzverkehrs nun weiterverfolgt und in konkrete Verbesserungsmaßnahmen überführt werden. Alle Beteiligten betonten die Bedeutung eines funktionierenden Schienenpersonennahverkehrs für die Region und sagten zu, den Dialog konstruktiv fortzusetzen.

Hintergrund

Die Linie RE10 („Niers‑Express“) ist seit Jahren von erheblichen Betriebsproblemen geprägt. Wiederkehrende Ausfälle, Verspätungen und technische Defizite beeinträchtigen die Verlässlichkeit der Verbindung massiv, die für viele Pendler am Niederrhein unverzichtbar ist. Trotz zahlreicher Maßnahmen der Rhein-Ruhr-Bahn (TDRR) als Betreiberin und des Verkehrsverbundes Rhein‑Ruhr (VRR) als Aufgabenträger besteht weiterhin akuter Handlungsbedarf, da zuletzt immer wieder technische Probleme an den Zügen auftraten und unzureichende Wartungskapazitäten die Instandhaltung verzögern. Die Kreistagsfraktion Kleve von Bündnis 90 / Die Grünen hat kürzlich die Kündigung der Verträge mit der RheinRuhrBahn als dem derzeitigen Betreiber gefordert.

Bildunterschrift: Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Dr. Volkhard Wille führten Vertreter*innen der Interessensgemeinschaft RE10 ein Gespräch mit Verkehrsminister Oliver Krischer sowie Vertretern von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Rhein-RuhrBahn. Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Volkhard Wille, MdL, Gabor Klung (Grüne Kleve), Thomas Kopp (TDRR), Oliver Krischer (Verkehrsminister), Georg Seifert (VRR), Frank Barten (IG RE10), Annekathrin Ricken-Hoppe (IG RE10), Tim Nowak (TDRR), Benjamin Ey (TDRR), Benedikt Prost (IG RE10), Stephan Vogler (IG RE10).