Recycelte Baumaterialien können Kies und Sand ersetzen

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur besucht innovative Recycling-Anlage in Hünxe

Pressemitteilung. Kies und Sand sind für die Bauindustrie elementare Materialien – noch. Technisch gesehen, können diese sogenannten Primärrohstoffe längst an vielen Stellen durch recycelte Bauabfälle ersetzt werden. Die HDB Recycling GmbH ist Vorreiter auf diesem Gebiet und hat mit finanzieller Förderung der EU und des Landes NRW eine neuartige Anlage zum Nass-Recycling entwickelt: Mineralische Abfälle bereitet sie zu hochwertigen Baumaterialien auf. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte deshalb am 7. Februar 2024 auf Anregung des Grünen Landtagsabgeordneten Dr. Volkhard Wille, das innovative Unternehmen in Hünxe. Dort verschaffte sie sich gemeinsam mit Dr. Wille einen Überblick über die Möglichkeiten und Potenziale im Bereich Bauen.

„Unser heutiger Besuch bei HDB Recycling zeigt: Ein sparsamerer Umgang mit den endlichen Ressourcen Kies und Sand ist möglich. Es gibt längt gleichwertige, recycelte Baumaterialien“, sagt Dr. Volkhard Wille. Das Unternehmen aus Hünxe hat sich auf die Trennung von ungefährlichen und schadstoffbelasteten mineralischen Abfällen und die anschließende Wiederaufbereitung zu Sekundär-Rohstoffen spezialisiert und sich dem Ziel verschrieben, bereits vorhandene Ressourcen effizient und unter Einsatz modernster Technik bestmöglich zu verwenden. So entstand die modernste und größte Anlage zur Bauschuttaufbereitung in Europa.

„Wichtig ist es jetzt, die innovativen Techniken, die HDB Recycling bereits nutzt, in der Breite zu etablieren. Die geplante Rohstoffabgabe auf Kies und Sand liefert hierfür die richtigen Anreize“, betont Wille. Die schwarz-grüne Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Einführung einer Rohstoffabgabe auf Kies und Sand in NRW zum 1. Januar 2024 vereinbart. „Das Zieldatum zur Einführung der Rohstoffabgabe haben wir verfehlt. Die Verhandlungen zur konkreten Ausgestaltung laufen noch. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass wir hier zügig weiterkommen, um so die richtigen Rahmenbedingungen für ein Nordrhein Westfalen als innovativen und starken Industriestandort zu setzen. Ziel ist die schrittweise Etablierung einer Kreislaufwirtschaft im Bausektor, durch die der Bedarf an neuen Kies- und Sandabgrabungen massiv sinken wird.

Fotos: Simon van de Loo