Wenige hundert Meter hinter der nordrhein-westfälischen Grenze zu Niedersachsen liegt die Sondermülldeponie Münchehagen. Hier wurden von 1967 bis 1983 extrem giftige Abfälle mit hohen Dioxinwerten eingelagert, bevor die Deponie dann aufgrund der skandalösen Umstände stillgelegt wurde. Das Land Niedersachsen hat die Deponie dann übernommen und mit großem Aufwand gesichert. Seitdem wird das Gelände bewacht und mit regelmäßigen Messungen kontrolliert, ob die Deponie dicht ist.
Die Bürgerinitiativen vor Ort fordern nun den Rückbau der Deponie, da die technische Entwicklung der letzten Jahre es ermöglicht, derartigen Giftmüll durch Verbrennung in Hochtemperaturverbrennungsanlagen dauerhaft unschädlich zu machen.
Auf Einladung meines Landtagskollegen Benjamin Rauer habe ich mir vor Ort ein Bild gemacht. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim und das niedersächsische Umweltministerium führten uns über das Gelände und informierten ausführlich. In einer intensiven Diskussion mit den Vertreter*innen der Bürgerinitiativen wurde die aktuelle Situation und die verschiedenen Optionen der weiteren Entwicklung diskutiert. Auch wenn NRW nicht direkt betroffen ist, hat NRW durchaus vergleichbare Fälle und die Frage, wie wir als Gesellschaft mit diesen Altlasten umgeht, wird uns noch an vielen Stellen beschäftigen.



